Das mobile Experimentier-Labor

Das mobile Experimentier-Labor
Quelle: Dr. Hans Riegel-Stiftung

Wie lebst du morgen? Wie arbeitest du morgen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen lockt der TouchTomorrow-Truck. Das neueste Projekt der IW Medien und der Dr. Hans Riegel-Stiftung möchte der MINT-Welt ein neues Image verpassen.

Computer, die sich mit den Gedanken steuern lassen, programmierbare Roboter, biegsame Lampen oder Mode, die ihre Temperatur ändern kann: Mit dem TouchTomorrow-Truck erhalten junge Menschen einen Einblick in die Welt von morgen. Und tatsächlich ziehen die acht Stationen einen sofort in ihren Bann – ich hätte gerne so ein Kinderzimmer gehabt. Denn zum ersten Mal kann man selbst experimentieren. Während man vorher immer nur von diesen neuen Innovationen gehört oder gelesen hat, bietet der TouchTomorrow-Truck einen ganz besonderen Zugang: das Erlebnis.

So wirbt das Projekt mit dem Slogan „Dein Wissen, Deine Zukunft“ – und tatsächlich konnte ich bei meinem Besuch mein Wissen erweitern und sehen, welche Erfindungen es in der Zukunft geben könnte. Ich habe endlich mal Smart Glases getestet und mit meinen Gedanken einen Ball durch einen Parcours rollen lassen. Einfach war das nicht, aber dafür umso spaßiger. Die Station „Gedankensteuerung“ kam aber nicht nur bei mir gut an. Auch bei den Schülern zählt sie zu den beliebtesten Stationen.

Im Mittelpunkt des interaktiven Truck-Besuchs stehen die MINT-Fächer, also Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Und MINT kann nicht nur in der Zukunft einen Unterschied machen. Auch heute schon kommt man täglich damit in Berührung. Wie hätte man ohne sie Smartphones, Medikamente, Autos oder Flugzeuge entwickeln können? Dass ich MINT jeden Tag sehe, anfasse, nutze oder auch schmecke hat mir der Truck wieder in den Sinn gerufen.

 

Zwischen Schule und Studium

MINT findet jeden Tag statt: Um diese Botschaft zu übermitteln, fährt der TouchTomorrow-Truck seit Ende Mai 2018 durch Deutschland und macht Station an Schulen mit gymnasialer Oberstufe. Dort soll er junge Menschen aus den Klassenstufen 7 und 11 für Bildungs- und Berufswege in den MINT-Fächern begeistern. Warum ausgerechnet diese Klassen ausgewählt wurden? Am Ende der siebten Klasse steht die Auswahl der Kurse in der Oberstufe. In der elften Klasse soll TouchTomorrow bei der Wahl des Studiums und der Berufsorientierung unterstützen. Wer weiß, was auch mir geworden wäre, wenn dieser Truck auch zu meiner Schulzeit durch Deutschland gefahren wäre.

Die Besuche der Klassen dauern etwa drei Stunden und werden von drei Naturwissenschaftlerinnen und Naturwissenschaftlern begleitet. Dabei sollen die Schüler MINT erleben und sich gleichzeitig nachhaltig mit der Arbeits- und Lebenswelt von morgen beschäftigen. Von Fragen wie „Wie arbeiten wir in der Zukunft?“ bis hin zu Informationen über Gehälter – bei den Besuchen wird eine Frage nach der anderen gestellt.

 

Der kleine rote Begleiter

Der IKO soll diesen Vorhaben unterstützen. So bekommen alle Schülerinnen und Schüler, und natürlich auch der Lehrer, bei ihrem Besuch einen „IKO“, also einen 20-flächigen roten Würfel, geschenkt. Und wie soll´s anders sein – auch im IKO steckt jede Menge MINT: Mit einem RFID-Chip und einem Speichermedium werden während des Besuchs im Truck die Interessen der Schülerinnen und Schüler gespeichert, indem die Inhalte der Stationen, die sie besucht haben, aufgezeichnet werden. Über ihn können sie sich zu Hause auf dem Portal www.touchtomorrow.de anmelden. Dort erhalten sie dann auf sie persönlich zugeschnittene Informationen und Neuigkeiten. Die Zukunft rollt also auf Rädern durchs ganze Land. TouchTomorrow ist bereit für die MINT-Profis von morgen!

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