Leichte Sprache ist anfangs ganz schön schwer

Leichte Sprache ist anfangs ganz schön schwer
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Immer mehr Behörden, Ministerien und Verbände bieten auf ihren Webseiten Informationen in sogenannter „Leichter Sprache“ an. Der Verzicht auf Abkürzungen, Fremdwörter und lange Sätze hilft nicht nur Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geringen Deutschkenntnissen, sondern stellt für viele Bürger eine Erleichterung dar, wenn es um das Verstehen komplizierter Sachverhalte geht.

So beschreibt z.B. der Bundestag seine Arbeit in Leichter Sprache, das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) erklärt Begriffe wie „Digitaler Wandel“, „Investitionen“, „Energiewende“ und „Soziale Marktwirtschaft“ und der Deutschlandfunk bietet eine wöchentliche „Nachrichten-leicht“-Version zu politischen Ereignissen.

Auch denjenigen, die immer noch darüber rätseln, was es mit der Abseitsregel im Fußball auf sich hat, kann Leichte Sprache Aufklärung verschaffen: https://www.lebenshilfe.de/de/leichte-sprache/freizeit/Downloads/Fussball-Regeln-in-LS.pdf.

Was unnötig erscheinen mag oder nach besonderem Service klingt, ist schon seit geraumer Zeit Gesetz, doch nicht allen Seiten-Betreibern bekannt: Seit dem Jahr 2011 regelt die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung, zumindest für Bundesministerien und –behörden, dass sie ihre Internetinhalte auch in Leichter Sprache anbieten müssen.

So einfach das Lesen und Verstehen von Leichter Sprache ist: Das Übersetzen von Inhalten  muss von Web-Redakteuren erst gelernt werden. Anleitungen und Veröffentlichungen dazu können im Portal REHADAT-Literatur auf der Startseite aufgerufen werden.

Wer Webseiten in Leichter Sprache nicht selber machen möchte, kann eine darauf spezialisierte Agentur beauftragen. Das Portal REHADAT-Angebote und Adressen listet entsprechende Dienstleister und Portale zum Thema.

Über den Autor: Heike

Heike Knaak

Heike Knaak ist im IW Köln als Referentin im Kompetenzfeld Berufliche Teilhabe und Inklusion tätig.

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