Ein Pendler-Traum wird wahr – aber nur am persischen Golf

Ein Pendler-Traum wird wahr – aber nur am persischen Golf

Morgens in der Bahn auf dem Weg zur Arbeit: Weder Gedränge in der Bahn, noch redefreudige Sitznachbarn, freie Platzwahl etc. und nach der Fahrt ist man um einen Goldbarren reicher. Wie bitte?

Was hier klingt wie ein schöner Pendler-Traum, ist ihn Dubai Realität. Dort verlost die Verkehrsbehörde zurzeit unter allen Bahnfahrern pures Gold! Mit Preisen im Gesamtwert von 200.000 Euro will das arabische Emirat Fahrgäste in die Öffis locken. Denn da bleiben Tag für Tag etliche Sitze leer. In dem Golfstaat nutzt nur jeder zehnte die Bahn. Der Grund: Jede Familie besitzt im Durchschnitt 2,3 Autos, und manchmal steht auch ein Privatjet in der Garage (oder wo auch immer). Die Straßen sind verstopft, die Bahnen sind leer.

Bei uns ist beides verstopft, zumindest in der Rush-Hour. Und das, obwohl 9,8 Milliarden Fahrgäste, die jährlich den öffentlichen Personennahverkehr nutzen, täglich 20 Millionen Autofahrten auf deutschen Straßen ersetzen.

Ob die Kampagne in Dubai funktioniert, wird sich herausstellen. Diejenigen Dubaianer, die sich vielleicht nur am Rande für Geld und Gold interessieren (weil reichlich vorhanden), will die Behörde mit Events für Bus und Bahn gewinnen: unter anderem mit Basketball-Spielen mit dem US-amerikanischen Profi Kareem Abdul-Jabbar.

Quelle Foto: dpa

Über den Autor: Tina

Tina Schilp

Tina Schilp ist Redakeurin im Bereich Arbeitnehmermedien der IW Medien.

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