Ganz schön aus(ge)schlafen: Hotels mit inklusivem Konzept

Ganz schön aus(ge)schlafen: Hotels mit inklusivem Konzept
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Die Bereitschaft zur Mobilität ist Voraussetzung für viele Jobs. Unterwegs zu sein, auswärts zu übernachten und den Kopf auf Hotelkissen betten zu müssen, prägt den Alltag zahlreicher Berufstätiger. Wer zwangsverpflichtet ist zum Reisen kennt mit der Zeit die Hotelketten, das immer Gleiche – vom genormten Interieur bis hin zur Auswahl am Frühstücksbuffet und dem Standardlächeln beim Einchecken.

Abwechslung ins Austauschbare bringen Hotels mit inklusivem Konzept. Wer dabei spontan an „all you can eat“ und Cocktails bis zum Abwinken denkt, liegt allerdings daneben.

Selbstverständlich wird reichlich für das leibliche Wohl gesorgt, aber „all inclusive“ steht bei diesen Anbietern für die Belegschaft, in der Menschen mit Behinderung gemeinsam mit nicht behinderten Kolleginnen und Kollegen arbeiten. Gemischte Teams werden, je nach Ausbildung und Neigung, überall eingesetzt: in Gastronomie und Service, in der Küche und in der Hauswirtschaft, bei der Gebäudeunterhaltung und Grünpflege, beim Tagungs- und Eventmanagement.

Deutschlandweit arbeiten 77 Hotels in der Form eines Inklusionsbetriebs, Tendenz stetig steigend.

Die Palette für Geschäftsreisende und Urlauber ist groß: Unterkünfte werden sowohl in Großstädten wie in reizvollen Ferienregionen angeboten. Vom hippen Haus mit Kunstanspruch bis zur Unterbringung im Schloss ist alles buchbar – Veranstaltungsräume, attraktive kulinarische Offerten und interessante Freizeitmöglichkeiten eingeschlossen. Oft gibt es ein Kontingent an barrierefreien Zimmern für Reisende mit Mobilitätseinschränkungen.

Nicht immer bekommt die Kundschaft mit, dass vor und hinter den Kulissen berufliche Teilhabe intensiver gelebt wird als anderswo. Falls hin und wieder Routinen abweichen: Das kann vorkommen, wo es vielfältig, wertschätzend und vorurteilsfrei zugeht. Die wachsende Zahl an inklusiven Hotels beweist, dass sich das Modell menschlich und wirtschaftlich bewährt. Gastgeber und Gäste profitieren vom Engagement, mit dem jeder Mitarbeiter, behindert oder nicht, seine Fähigkeiten einbringt.

Alle Hotels, die in Deutschland als Inklusionsbetrieb geführt werden, finden Sie bei REHADAT.

Über das gesamte Spektrum an Dienstleistungen und Angeboten der rund 1000 Inklusionsfirmen in Deutschland informiert die REHADAT-Branchensuche.

Über den Autor: Heike

Heike Knaak

Heike Knaak ist im IW Köln als Referentin im Kompetenzfeld Berufliche Teilhabe und Inklusion tätig.

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