Ostern: Das Karfreitags-Ei und seine magische Kraft

Ostern: Das Karfreitags-Ei und seine magische Kraft

Mythos: Das Ei ist Symbol des Lebens und soll vor allem Bösen schützen. Hühnereier, die am Gründonnerstag und Karfreitag gelegt werden, werden ganz besondere magische Kräfte nachgesagt. So sollen diese außergewöhnlich lange haltbar sein und nicht in übelriechende Fäulnis übergehen, sondern nach ca. einem Jahr eintrocknen. Außerdem werden ihnen übersinnliche Kräfte zugeschrieben, insbesondere die Kraft zur Heilung von Krankheiten und die Abwehr von bösen Naturgewalten. Karfreitags-Eier sollen z. B. bei Kranken, die sich wund gelegen haben, eine sofortige Linderung der Schmerzen bewirken, wenn sie unter dem Bett des Betroffenen plaziert werden.

Karfreitags-Eier dürfen der Überlieferung nach weder bemalt oder verziert werden. Früher ging man zu Eierfrauen und bat sie um ein Karfreitags-Ei. Männer tranken das Ei sofort aus, um ihre Arbeitskraft zu bewahren. Im Schwabenland gab es den Brauch, aus Karfreitagseiern einen Kuchen zu backen. Wenn die schwäbische Bäuerin ihrem Mann am Ostermorgen dann diesen Kuchen aus Karfreitagseiern brachte, wollte sie eindeutig seine Liebeskraft stärken. Ähnlich wie in Frankreich war es auch in Teilen Deutschlands üblich, Schulanfängern das ABC aufzuschreiben, es zu zerkleinern und mit ihrem Karfreitags-Ei zusammen zu servieren. Die Schüler sollten so besser lesen und schreiben lernen.

Eier-Zahlensalat: In Deutschland werden jede Minute rund um die Uhr 36.000 Eier aufgeschlagen, 19 Milliarden pro Jahr. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt bei 233 Stück – gekocht oder gebraten, in selbst gemachten oder gekauften Kuchen, Nudeln, Soßen und Likören. Auch die Industrie braucht Eier, die Arzneimittelhersteller zum Beispiel jährlich allein 300 Millionen Stück für den Wirkstoff zur Grippeschutzimpfung. Fast 45 Millionen heimische Hennen mühen sich redlich ab, die Nachfrage zu decken. Aber es reicht nicht. Jedes dritte Ei wird importiert.

Lieber braun: Jedes Huhn ist auf eine Farbe fixiert. Weiße Ohrläppchen bedeuten in der Regel weiße Eier, braune Ohrläppchen braune. Die Deutschen mögen lieber braune Eier. Weiß wirkt steril, Braun signalisiert Natur, Erdnähe, Picken im Boden. 70 Prozent der hierzulande verkauften Eier sind braun. Die Skandinavier sehen das anders. Die Norweger und Schweden stehen auf Weiß.

Ostern weiß: Die weißen Eier gehen vorwiegend an Lebensmittelhersteller, an Konditoren und Bäcker. In der Osterzeit aber wird der Spieß umgedreht. Der Einzelhandel wird stärker mit weißen Eiern beliefert. Auf der weißen Schale kommen die Farben besser zur Geltung. Zur Not können die fertigen Ostereier, die der Handel anbietet, auf dem Hühnerhof erst von braun auf weiß und dann bunt gefärbt werden. (Quelle: Wirtschaftskalender, Wikipedia)

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Über den Autor: Annett

Annett Michalski

Annett Michalski ist Marketing-Spezialistin. Sie betreut die Website der IW Medien, die Social-Media-Kanäle und den Blog. Sie organisiert Veranstaltungen und macht sich Gedanken über neue Produkte und Dienstleistungen. Sie treibt viel Sport, weil sie gerne isst und sie liebt Tansania.

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