SEO: Googles Mobile Friendly Update

SEO: Googles Mobile Friendly Update
© John Smith - Fotolia.com

Google hat für den 21. April 2015 ein großes Update angekündigt. Diesmal nimmt die Suchmaschine die mobile Benutzerfreundlichkeit, die so genannte „Mobile Friendliness“ aller Websites genauer unter die Lupe. Hier erkläre ich Ihnen, was auf Sie als Seitenbetreiber zukommt.

Was heißt Mobile Friendly Update?

Bei diesem Google Update checkt die Suchmaschine, ob eine Website – und alle ihre Unterseiten für User ausgerichtet sind, die über ihr Smartphone zugreifen wollen. Damit reagiert Google auf die stetig steigenden Suchanfragen über Smartphones.

Google sagt dazu im Webmaster-Blog:

„Starting April 21, we will be expanding our use of mobile-friendliness as a ranking signal, meaning more mobile-friendly sites in search results.“

Im Klartext heißt das, dass Webseiten, die ab dem 21. April responsive sind oder auf eine mobile Web-Version weiterleiten, in den mobilen Suchmaschinen-Rankings einen deutlichen Vorteil gegenüber anderen Seiten haben werden, die kein mobiles Usererlebnis bieten.

Oder umgekehrt: Wer seine Website nicht auch auf mobile Nutzerbedürfnisse abstimmt, wird im Google Ranking künftig hinter der Konkurrenz zurückbleiben.

Welche Websites sind betroffen?

Von diesem Update werden alle Webseiten betroffen sein, die im Google-Index vorhanden sind. Ob für eine Website Handlungsbedarf besteht, hängt für mich allerdings davon ab, ob die Seite überhaupt für eine Google-Zielgruppe erstellt wurde. Es gibt schließlich auch Websites, die gänzlich ohne Traffic von Suchmaschinen erfolgreich sind oder auch nicht für eine mobile Nutzung bestimmt sind.

Welcher Handlungsbedarf besteht für Websites?

Bei Google findet man sowohl Leitfäden als auch Testing-Tools, mit denen Websites auf Mobile Friendliness überprüft werden können.

Über das Mobile Friendly Tool können ganz einfach online einzelne URLs der Website eingetragen und getestet werden. Im Idealfall bekommt man von Google ein grünes „Hervorragend!“: https://www.google.com/webmasters/tools/mobile-friendly.

bild-mobile-friendly

Auch eine Google-Suche auf dem Smartphone liefert Hinweise, ob die Seite den mobilen Google-Richtlinien entspricht – dann wird nämlich am Anfang des Suchergebnis-Schnipsels der Hinweis „Für Mobilgeräte“ eingeblendet. Mit dem Site-Befehl (site:www.meinedomain.de) kann man sich direkt alle Unterseiten der eigenen Domain anzeigen lassen und nach den Mobile-Hinweisen gucken.

Für eine ausführliche Problemanalyse hat Google die Google Webmaster Tools um die Funktion „Benutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten“ ergänzt. Überprüft werden zum Beispiel:

  • Darstellungsbereiche,
  • Schriftgrößen und
  • Abstände zwischen Touch-Elementen.

Und es wird auch angegeben, auf welchen Unterseiten welche Anpassungen vorgenommen werden sollen.

Fazit:

Grundsätzlich empfehle ich Webmastern nicht nur aus reinen SEO-Gründen mit der mobilen Optimierung zeitnah zu starten. Die Internet-Nutzung über Smartphones wird in den nächsten Jahren steigen und so wird auch die Relevanz von Mobile Usability zunehmen.

Über den Autor: Tanja

Tanja Etemi

Tanja Etemi ist Consultant für Digitales. Online-Marketing und Social Media aber auch Suchmaschinenoptimierung und Usability gehören ganz klar zu ihren Lieblingsthemen. Und weil sie die Begeisterung auch sehr gerne mit anderen teilt, hält sie für Kollegen und Kunden Vorträge und Seminare, schreibt im Blog und berät auch mal in der einen oder anderen Mittagspause.

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