Suchmaschine „Google“ – So funktioniert’s!

Suchmaschine „Google“ – So funktioniert’s!
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Etwa 3,5 Millionen Suchanfragen werden täglich an Google gestellt – und die Suchmaschine kennt alle Antworten. Aber wie macht Google das denn eigentlich? Welcher Mitarbeiter läuft in der Zentrale panisch los und durchstöbert Archive und Webseiten, wenn ich genau jetzt nach den neusten Techniktrends suche? Wer findet für mich denn die Jobangebote, auf die ich mich bewerbe? Unter den Suchworten „Ausbildung Köln“ erhalte ich 27.400.000Ergebnisse in nur ungefähr 0,42 Sekunden. Wie kann das funktionieren?

Google hat schon lange vor mir danach gesucht. Vergleichbar mit einem Lesezeichen in einem Lexikon: Suche ich einen Begriff zum ersten Mal, brauche ich vielleicht 5 Minuten. Setze ich dort ein Lesezeichen, finde ich den Begriff danach in wenigen Sekunden wieder. Ich nehme den entscheidenden Schritt vorweg – genauso machen es Suchmaschinen. Die Ergebnisse für Ausbildungsplätze in Köln können mir problemlos und schnell geliefert werden, denn die Antwort ist Google bereits bekannt.

Google selbst findet diese über kleine Helfer: Algorithmische Systeme, die bildhaft „Webcrawler“, „Spiders“ oder auch „GoogleBots“ genannt werden. Sie finden und kategorisieren Webseiten und orientieren sich hier z.B. an neuen Inhalten, Schlüsselwörtern, Datenspuren (Cookies), Unterseiten und Verlinkungen. Über diese bewegen sie sich sozusagen fort und interpretieren jede Veränderung. Der GoogleBot registriert also jede Seite, auf der er beispielsweise die Worte „Ausbildung“ und „Köln“ findet und speichert diese. Das Ergebnis ist eine komplexe Indexierung, die bestimmt, was uns beim Suchen letztlich angezeigt wird. Eine andere Form von Lesezeichen also. Erstelle ich eine neue Webseite, dauert es daher oft eine Weile, bis diese im Suchmaschinenranking angezeigt wird. Sie muss zuerst von den GoogleBots erfasst werden. All‘ dies passiert, noch bevor ich eine Suchanfrage stelle.

Welche Faktoren genau letztlich die Platzierung der Suchergebnisse bestimmen, behalten Suchmaschinenanbieter aber für sich, so sollen Manipulationen verhindert werden. Einige grundlegende Tipps und Tricks zur Suchmaschinenoptimierung der eigenen Webseite gibt es aber hier. Natürlich ist es auch möglich, das Ergebnis eines Suchmaschinenranking durch bezahlte Werbeanzeigen zu beeinflussen. Für eine hohe Platzierung bieten Unternehmen in der Regel Geld – das höchste Gebot gewinnt. Dies ist eine Möglichkeit des „Keyword Advertising“. Ausgenommen sind hier dementsprechend die redaktionellen Ergebnislisten.

1 Billionen Webseiten soll es geschätzt weltweit geben. Erfasst werden diese in riesigen, hochgesicherten Rechenzentren an rund 13 Standorten der Welt. Wie viele Server dort arbeiten, lässt Google aus Sicherheitsgründen ungenannt. 27.400.000  Suchergebnisse, wie ich sie auf meine Anfrage „Ausbildung Köln“ erhalten habe, sind da eine vergleichsweise sehr kleine Zahl. Ein Tipp für alle Technik-Fans: Google gewährt einen spektakulären Einblick in seine Rechenzentren.

Mein Fazit

Google kennt die Antwort auf alles und wir kennen nun die Antwort auf Google: Server und Systeme suchen und finden für uns, und das schon weit bevor wir selbst etwas suchen. Einfluss nehmen ist dabei ebenfalls möglich, ob über Suchmaschinenoptimierung oder Keyword Advertising. Das am häufigsten gegoogelte Wort 2015 ist „Sonnenfinsternis“. Die am meisten gestellte Was-Frage lautet: „Was koche ich heute?“. Das Spektrum ist also groß – Zahlen und Daten, das Horoskop, wirklich Wissenswertes oder die große Liebe – nach alledem lässt sich online suchen. Dafür müssen wir nichts weiter tun, als die passenden Worte eingeben.

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Über den Autor: Lena

Lena Wolff

Lena Wolff ist bei der IW Medien tätig. Sie absolviert eine Ausbildung zur Medienkauffrau.

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