Videos in Social Media – ein Must have

Videos in Social Media – ein Must have
© Jacob Lund - Fotolia.com

Egal ob Katzenvideos, Tutorials oder Live Videos, die meisten von uns verbringen viele Stunden am Tag damit Videos anzusehen, diese zu kommentieren und Freunde zu verlinken. Ob man sich nun auf Facebook, Instagram oder auf anderen Social-Media-Plattformen bewegt, die kurzen Clips begegnen einem überall.

Jeden Tag werden allein auf Facebook 100 Millionen Stunden Videos angeschaut, Tendenz steigend. Darauf reagiert auch Facebook, indem auf allen zugehörigen Plattformen, wie Instagram und Whatsapp, sowie auf Facebook selbst die „Live“- und „Stories“-Funktionen eingebaut wurden. Mit diesen Funktionen kann ich, mehr oder weniger live von meinem Smartphone aus, meinen Kontakten und Freunden zeigen, was ich gerade treibe.

Warum sind Videos so beliebt?

Es lässt sich relativ einfach jede Zielgruppe erreichen, solange ich weiß, wer diese ist und auf welchen Kanälen sie aktiv ist. Mittlerweile ist auch der Aufwand, selbst Videocontent zu produzieren, deutlich geringer als früher. Außerdem ist meist gar kein aufwändig geschnittenes und bearbeitetes Video notwendig. Authentizität ist hier das Stichwort. Die meisten User, die beispielsweise auf Facebook Videos ansehen, wollen wissen, was hinter den Kulissen passiert. Daher sind auch die „Story“- und „Live“-Funktionen immer beliebter.

Das Verhalten der Videonutzer analysieren

Wichtig ist, dass ich mich immer dem Verhalten der Videonutzer anpasse. Am meisten Engagement – also Views, Kommentare usw. – bekommen Videos, die etwa zwei Minuten lang sind. Das heißt, selbst wenn du noch so viel zu erzählen, bzw. zu zeigen hast, beschränke dein Video am besten auf das Wesentliche. Natürlich ist auch dieser Richtwert von Zielgruppe zu Zielgruppe unterschiedlich. Trotzdem solltest du daran denken, dass Facebook die Absprungraten bewertet. Das heißt, wenn mehrere User nach ein paar Sekunden dein Video wieder wegklicken, wird es insgesamt weniger im Newsfeed ausgespielt.

Auch einfache Videos werden geklickt

Gut zu wissen ist, dass die Gewichtung von Videos im Newsfeed mittlerweile höher ist, als von normalen Beiträgen, Links oder Bildern. Also heißt es: kreativ werden! Natürlich solltest du nicht auf Teufel komm raus versuchen, Content in Videos zu pressen, aber beim Klicken durch die Social-Media-Kanäle findest du eigentlich immer eine passende Inspiration.

Beispielsweise kommen „langweilige“ Fakten besser an, wenn sie von Bildern oder Videomaterial ergänzt werden. Hier reicht auch eine einfache Slideshow.

Ein Beispiel, wie man Zahlen und Fakten in einem einfachen Video darstellen kann, habe ich auf der Facebook-Seite der Tagesschau gefunden:

Elbphilharmonie – 5 überraschende Fakten

Hätten Sie es gewusst? Fünf Fakten über die Elbphilharmonie Hamburg.

Gepostet von tagesschau am Mittwoch, 11. Januar 2017

 

Neues ausprobieren

Generell gilt: Am besten lässt sich herausfinden, wie die eigene Zielgruppe tickt, wenn man verschiedene Formate testet und die Reaktionen der Follower abwartet. Relativ schnell lässt sich so herausfinden, ob ein Format geeignet ist, oder nicht. Daran kann ich dann abwägen, ob ich gewisse Formate weiter ausbauen sollte oder lieber einstelle.

Meine Top 5

1. 360° Videos: Bei dieser noch relativ neuen Form kann ich als Nutzer selbst bestimmen, aus welcher Perspektive ich das Geschehen betrachten möchte. Hier werden die Produktionsmöglichkeiten immer einfacher und günstiger, sodass dieses Format vermutlich bald marktfähiger wird.

 

2. Live-Videos: Der Nutzer hat die Möglichkeit direkt mit beispielsweise einem Blogger in Kontakt zu treten. Er kann in Echtzeit auf das Video reagieren, Fragen stellen usw. Die Interaktionsmöglichkeiten sind hier vielfältig.

3. Stories: Hier gewähren zum Beispiel Promis private Einblicke in ihr Leben. Aber auch für Unternehmen kann dieses Format interessant sein, zum Beispiel für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter.

4. „How to“-Videos/Tutorials: Diese Art von Videos bekommt besonders viel Engagement. Hier verlinken sich meist viele Freunde untereinander und erweitern so den Kreis der potenziellen Follower.

Building and flying a mini airplane

Building and flying a mini airplaneCredit: RAMY RC (goo.gl/M7tfii)

Gepostet von Bored Panda Art am Dienstag, 19. Dezember 2017

 

5. Vlogs: Vlogs sind quasi Blogbeiträge in Videoform. Auch hier ist der Aufwand relativ gering, da es reicht mit einer normalen Videokamera seine Umgebung, also bspw. den Arbeitsplatz zu filmen und etwas dazu zu erzählen. Dieses Videoformat findet man häufig auf Youtube.

 

Meiner Meinung nach ist es am hilfreichsten, einige Formate auszuprobieren und dadurch die wichtigsten Social-Media Kanäle für die eigene Zielgruppe zu finden. Wenn mal etwas schief läuft, verzeihen die meisten Follower das auch. 🙂 Allerdings sollte ich es nicht übertreiben: Whatsapp, Facebook, Instagram, Snapchat und wie sie alle heißen… Pflege lieber zwei Kanäle etwas intensiver, als überall und dafür nur halbherzig dabei zu sein.

 

Über den Autor: Alessia

Alessia Sultze

Alessia Sultze macht ihre Ausbildung zur Medienkauffrau Digital und Print bei der Institut der deutschen Wirtschaft Köln Medien GmbH.

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