Wehrt euch gegen schlechte Werbespots

Man macht es sich nicht bewusst, aber es ist wahr: Viele, viele bekannte, kreative Menschen (wie wir) beschäftigen sich ein Arbeitsleben lang damit, Werbung zu produzieren, die nicht nervt, die die Rezipienten bei der Stange hält und im Idealfall dazu verführt, das angepriesene Produkt zu kaufen. Nichts ist schwieriger als das.

Bei der diesjährigen Bewegtbildkonferenz in Köln unterhielten sich Expertinnen und Experten von Google, Jung von Matt, Ooyala, Ströer u.v.a.m. darüber, wie man diese Herausforderung meistert. Klar ist allen: Wir brauchen Werbung zur Finanzierung anderer Inhalte, vieles könnte im Internet oder im TV nicht kostenlos angeboten werden, wenn es keine Werbung gäbe. Ein profaner Grund? Vielleicht. Aber auch die Industrie braucht Werbung um ihre Produkte bekannt zu machen, um Geld zu verdienen, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen. Die Politiker brauchen sie, um im Wahlkampf zu glänzen und ihre politischen Programme zu „verkaufen“ und so weiter und so fort.

Aber natürlich haben wir User, Leser und Plakateanschauer auch unseren Spaß an der Werbung, wenn sie gut gemacht ist.  Man hat ein Gesprächsthema, wenn sie schlecht ist, man kann sich lustig machen oder sich aufregen. Besonders toll ist sie, wenn sie unsere Gefühle anspricht. In diesem Fall muss sie nicht relevant sein, Hauptsache wir sind entweder zu Tränen gerührt oder biegen uns vor Lachen. Das ist die hohe Kunst. Die Agenturen, die das schaffen, sind hochbezahlt.

Selbstverständlich haben wir User und Zuschauer keine Zeit, uns lange mit nicht relevanten Themen zu befassen, und klicken alles weg, was uns nicht passt oder das Herz nicht ergreift. Am Schlimmsten finden wir es, wenn wir ein 20-sekündiges Youtube-Video anschauen wollen, dem eine 30-sekündige Werbung vorgeschaltet ist, die man nicht umgehen kann. Oft schadet dies dem eigentlichen Content, weil wir nicht die Geduld aufbringen, die Werbung bis zum Ende anzusehen. Da die Werbebranche dies natürlich weiß, wird inzwischen versucht, in 3 oder 6 Sekunden rüberzubringen, was dem User vermittelt werden soll. Sehr sportlich aber machbar, wenn man’s drauf hat. Das erinnert mich an die Sparwitze nach dem Motto „Steht ein Mann an der Ecke“. Kann gut sein.

Über den Autor: Gabi

Gabi Diedrich

Gabi Diedrich ist Marketing-Spezialistin. Sie kümmert sich um die Social-Media-Kanäle der IW Medien, führt Interviews mit Kollegen und anderen spannenden Gesprächspartnern aus der Medien-Welt und bloggt für die IW Medien. Sie vermarktet unsere Produkte und Dienstleistungen und pflegt die Beziehungen zu unseren Kunden.

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