YouTube, WhatsApp, Instagram – was die Jugend liebt

YouTube, WhatsApp, Instagram – was die Jugend liebt
Quelle Foto: © Syda Productions, fotolia.com

Kinder und Jugendliche wachsen als Digital Natives in einer stark digitalisierten Welt auf. Die Nutzung von Smartphones, Tablets und hochmodernen Computern und Konsolen stellt kaum eine Herausforderung dar. Das Internet ist aus dem täglichen Leben der Generation Z kaum noch wegzudenken.

Die jährliche JIM-Studie setzt genau hier an und analysiert die Mediennutzung Jugendlicher von 12 bis 19 Jahren, um in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit neue Ideen anzuregen. Hier spielt Social Media natürlich auch eine wichtige Rolle, schließlich nutzen ungefähr 90% der Zielgruppe täglich das Handy oder Smartphone, wie die Studie 2015 und 2016 gezeigt hat.

Die „all-time favorites“ der Jugendlichen

Der klare Favorit ist bei Jungen und Mädchen YouTube. Bekannte „YouTuber“ wie Gronkh, DagiBee und Bibi von Bibi’s Beauty Palace werden von den Jugendlichen wie Promis gefeiert und verdienen zum Teil gutes Geld mit ihren Kanälen und Werbeplatzierungen. Zwei Drittel der befragten Jungen gaben sowohl 2015 als auch 2016 YouTube als Lieblingsplattform an. Bei den Mädchen waren es immerhin mehr als die Hälfte.

Die Begeisterung für den Messenger WhatsApp stieg im letzten Jahr sowohl bei Jungen als auch bei Mädchen an. Die Popularität von Facebook nimmt dagegen ab. Gerade unter der sinkenden Aktivität der Nutzer leidet Facebook. Der Studie zufolge nutzen viele User das Netzwerk nur noch passiv. Auch die Suchmaschine Google hat leichte Verluste in seiner Beliebtheit unter Jugendlichen zu verzeichnen. Das Netzwerk Google+ spielt so gut wie gar keine Rolle.

Streaming Dienste wie Spotify und Netflix erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Ebenso wie Amazon und Wikipedia haben sie einen festen Platz im Alltag der Jugendlichen. Dennoch können sie nicht mit der Popularität von Social-Media-Angeboten mithalten.

Konkurrenz durch Newcomer

Obwohl YouTube, WhatsApp und Facebook noch zu den beliebtesten Angeboten gehören, droht ihnen starke Konkurrenz durch die in Deutschland immer populärer werdenden Apps Instagram und Snapchat.

Während  Instagram – eine virtuelle Galerie für schöne und aufregende Bilder – bereits 2015 zu den beliebteren Anwendungen zählte, war Snapchat noch recht neu auf dem Markt und in Deutschland weniger bekannt. Allerdings wächst die Begeisterung rasant an. Snapchat gehört seit 2016 zu den Top-Apps unter Jugendlichen.

Doch was macht den Reiz dieser Apps aus?

Bilder mit einer kurzen Halbwertszeit von weniger als 10 Sekunden verschicken und über den Umgang des Chatpartners mit den Bildern Bescheid wissen – mit Snapchat kein Problem. Sieht sich mein Gegenüber das Bild noch einmal an? Macht er einen Screenshot? Die App informiert ihre Nutzer über solche Details. Zusätzlich können die Nutzer ihre Snaps durch die Vielfalt an Filtern optisch aufwerten und umgestalten. Egal ob man kleine Schönheitsfehler korrigieren möchte oder das Gesicht in einen Pfannkuchen verwandeln will – nichts scheint unmöglich.

Zusätzlich können auch Geofilter, die den Aufenthaltsort als hübsche Grafik zeigen, Texte und Emojis ins Bild integriert werden. Der Fantasie des Nutzers sind keine Grenzen gesetzt.

Instagram dagegen setzt auf qualitativ hochwertige Bilder und Videos, die mit Filtern versehen werden können. Die Bilder und Videos können – ähnlich wie bei Facebook – kommentiert und geliked werden. Im letzten Jahr hat Instagram die App um Stories, die nach 24h wieder verschwinden, erweitert. Die Bilder innerhalb dieser Stories können ebenfalls mit Filtern, Texten und Farben bearbeitet werden.

Je mehr Follower Nutzer in sozialen Netzwerken haben und je mehr Traffic sie im eigenen Profil generieren, umso interessanter werden sie als Influencer für Unternehmen. Ein Beispiel: User wie Pamela Reif können durch Werbeplatzierungen im eigenen Profil viel Geld verdienen. Von einer derartigen Bekanntheit träumen viele Jugendliche.

Letztendlich werden diese Anwendungen Facebook und Co. vorerst nicht vertreiben. Aber trotz starker Konkurrenz haben sich die Apps im Lebensstil der Jugendlichen etabliert und einen festen Platz gefunden.

Hier können Sie sich die JIM-Studie von 2016 noch einmal genau ansehen.


Wie viele Nutzer hat eigentlich…?

Facebook: 1,8 Mrd.

YouTube: 1 Mrd.

WhatsApp: 1 Mrd.

Instagram: 600 Mio.

Snapchat: 220 Mio. (Schätzungen zufolge) 

(Quelle: buggisch.wordpress.com )

Über den Autor: Katharina

Katharina Barlage

Katharina Barlage ist bei der IW Medien tätig. Sie absolviert eine Ausbildung zur Medienkauffrau.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.